Aus einer fächerübergreifenden Untersuchung überlieferter Schriftquellen in Verknüpfung mit archäologischen und bauhistorischen Befunden geht die vorliegende Darstellung der Hansestadt Greifswald hervor. Aufbauend auf den Stadtbüchern, den Stadtrechnungen und anderen Quellen werden die bauliche Gestalt der Stadt und deren Elemente wie der Markt und die verschiedenen Hausformen – von der einfachen Bude bis zum steinernen Giebelhaus – rekonstruiert. Doch auch die Eigentümer, Bewohner und Mieter der Häuser sowie die Frage, wie sich sozialer Aufstieg in der Stadt durch die Vermehrung von Grundbesitz oder durch Wohnsitzwechsel niederschlug, werden in den Blick genommen, so dass ein umfassendes Porträt der spätmittelalterlichen Stadtgesellschaft mit ihren verschiedenen Sozialgruppen entsteht. Zahlreiche Abbildungen und Stadtpläne illustrieren die städtischen Strukturen. Die beigefügte CD-Rom enthält Regesten der Grundstücksgeschäfte 1351-1450, Hausstättenbiographien, Stadtplänen, Tabellen und den Index. Dr. Karsten Igel Karsten Igel lehrt mittelalterliche Stadtgeschichte an den Universitäten Münster und Osnabrück. Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Wissenschaftspreis der Stiftung Pommersches Landesmuseum ausgezeichnet. PressespiegelIgel [hat] einen wichtigen Baustein zur städtischen Sozialgeschichte des Grundeigentums und damit zur Erforschung spätmittelalterlicher Urbanität geliefert, der hoffentlich entscheidend zur weiteren Verdichtung dieses Forschungsfeldes beitragen wird. (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte) Der Verfasser kommt [...] der Stadt Greifswald sehr nahe, ohne aber sich in ihr zu verlieren. Dadurch gewinnt diese Untersuchung einen Wert, der weit über das lokalpatriotische hinausgeht [...]. Auch seine kritischen Anmerkungen [...] sollten in der Zunft höchste Beachtung finden [...]. (Das Historisch-Politische Buch) |