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L'HOMME Archiv
Herausgegeben von: Caroline Arni, Gunda Barth-Scalmani, Ingrid Bauer, Mineke Bosch, Bozena Choluj, Christa Hämmerle, Hana Havelková, Ulrike Krampl, Margareth Lanzinger, Sandra Maß, Regina Schulte, Claudia Ulbrich, Claudia Opitz-Belakhal, Gabriella Hauch, Claudia Kraft, Anelia Kassabova, Almut Höfert und Xenia von Tippelskirch
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Lebenserinnerungen

Band 5

Helene Stöcker
Lebenserinnerungen
Die unvollendete Autobiographie einer frauenbewegten Pazifistin


Herausgegeben von: Reinhold Lütgemeier-Davin und Kerstin Wolff


2015, 390 S.
23 s/w-Abb.
24 x 17 cm
Franz. Br.


Preis: € 45.00 [D]  |   € 47.00 [A]


978-3-412-22466-0
Lieferbar

 

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Die Frauenrechtlerin, Sexualreformerin und Pazifistin Helene Stöcker (1869–1943) gehörte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den bekannten Kulturpolitikerinnen in Deutschland. Sie entwickelte die Philosophie einer „Neuen Ethik“, stritt für den Anspruch von Müttern auf Schutz und Fürsorge des Staates und setzte sich als Publizistin und gut vernetzte Pazifistin ein für Gewaltfreiheit, Kriegsächtung, Humanität und internationale Verständigung. Sie war führend in verschiedenen pazifistischen Verbänden und Frauenorganisationen tätig (u.a. in der vor hundert Jahren gegründeten Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit), ohne jemals einer Partei anzugehören. Ihr Einsatz für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen den Nationalsozialismus zwang sie noch im März 1933 in die Emigration.
Die Idee, eine Autobiographie zu verfassen, nahm sie ins Exil mit. Die für die historische Friedensforschung wie die Frauen­bewegungsforschung wichtige autobiographische Quelle, wenn­gleich unvollendet geblieben, wird hier erstmals kommentiert und mit einer wissenschaftlichen Einordnung versehen ab­gedruckt. Ergänzt wird sie durch Briefe, Gedichte, Karikaturen und Fotos. Damit soll den wenigen Autobiographien von Frauen aus den liberalen und radikalen Bewegungen in Kaiserreich und Weimarer Republik ein weiteres wichtiges Werk an die Seite gestellt werden. Eine Stimme wird wieder hörbar gemacht, die durch die nationalsozialistische Vertreibung Gestaltungs­möglichkeiten verlor.