Detailansicht Reihentitel aus dem Fachbereich Geschichte


Lebenswelten osteuropäischer Juden
Herausgegeben von: Heiko Haumann, Julia Richers und Monica Rüthers
Direktlink:
http://www.boehlau-verlag.com/Lebenswelten_osteuropaeischer_Juden.htm
Drucken



Juden in Breslau/Wroclaw 1933–1949

Band 16

Katharina Friedla
Juden in Breslau/Wroclaw 1933–1949
Überlebensstrategien, Selbstbehauptung und Verfolgungserfahrungen



2015, 552 S.
16 s/w-Abb.
21 x 14.8 cm
Br.


Preis: € 69.90 [D]  |   € 71.90 [A]


978-3-412-22393-9
Lieferbar

 

Artikel in die Merkliste  auf die Merkliste    Artikel in den Warenkorb  in den Warenkorb

 

Die Erinnerung an die Breslauer Juden, ihre Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung und Ausrottung durch das NS-Regime, aber auch die Geschichte des polnisch-jüdischen Wroc­ław wurden im Kalten Krieg ausgelöscht: In der kollektiven Erinnerung, aber auch in den wissenschaftlichen Diskursen in Polen und Deutschland, sind diese Ereignisse bisher sehr wenig rezipiert worden. Dieses Buch will diese Lücke schließen. So setzt die Studie an mit einer Analyse jüdischer Lebenswelten in Breslau in den Jahren des Nationalsozialismus, als die staatliche Diffamierung und die antijüdische Gewalt eskalierten und schließlich in die Ver­treibung und Vernichtung der Breslauer Juden mündeten. Dargestellt wird aber auch der Umbruch nach 1945, die Situation der überlebenden deutschen Juden in Breslau/Wrocław, sowie der polnisch-jüdischen Holocaust-Überlebenden, die in der Stadt angesiedelt wurden. Welche Handlungsspielräume gab es, welche Reaktionen auf die Verfolgungssituation, welche Überlebensstrategien waren möglich? Wie konnte man sich behaupten, welche Identitätskonstruktionen standen einem offen, welche nicht? Wo waren die Schnittstellen zwischen dem jüdischen Leben in der Stadt vor und nach dem Zweiten Weltkrieg?