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Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte
Herausgegeben von: Peter Oestmann, Jan Schröder und Dietmar Willoweit
Direktlink:
http://www.boehlau-verlag.com/Forschungen_zur_deutschen_Rechtsgeschichte.htm
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Gefahr vor Gericht

Band 26

Tim Meyer
Gefahr vor Gericht
Die Formstrenge im sächsisch-magdeburgischen Recht



2009, XXIV, 278 S.
23 x 15.5 cm
Gb.


Preis: € 45.00 [D]  |   € 47.00 [A]


978-3-412-20444-0
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Seit beinahe 150 Jahren bestand in der rechtshistorischen Forschung weitgehende Einigkeit über die herausragende Bedeutung der Form im mittelalterlichen Gerichtsverfahren. Vor allem das sächsische Recht galt als über die Maßen formstreng. Ein falsches Wort oder eine falsche Geste konnten danach den Verlust des Rechtsstreits bedeuten, was dem gerichtlichen Formalismus die Bezeichnung vare – Gefahr – eingetragen hatte. Silbenstecherei und buchstäbliche Auslegung herrschten vor. Anhand der heute zugänglichen Quellen kann nun das Bild vom irrationalen Formalismus wesentlich korrigiert werden. Allenfalls das Beweisrecht war von Formstrenge geprägt, wobei eine Heilung von Formverstößen häufig möglich war.