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Geschäfte mit dem Teufel

Ladislaus Löb
Geschäfte mit dem Teufel
Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kasztner. Bericht eines Überlebenden



2010, 277 S.
Mit 27 s/w-Abb. auf 8 Tafeln
23 x 15.5 cm
Gb. mit SU


Preis: € 30.00 [D]  |   € 31.00 [A]


978-3-412-20389-4
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Zwei Monate nach seinem elften Geburtstag, am 9. Juli 1944, schlossen sich die Tore von Bergen-Belsen hinter Ladislaus Löb. Fünf Monate später übertrat er die Grenze zur Schweiz, verfroren und hungrig, aber lebendig und sicher. Er war nicht alleine, sondern gehörte zu einer Gruppe von 1.670 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus Ungarn, die vor der Ermordung gerettet wurden - durch ein Geschäft, das Rezsõ Kasztner, selbst ungarischer Jude, mit den Nazis ausgehandelt hatte. In zähen Verhandlungen feilschte er über Monate mit Adolf Eichmann, Kurt Becher und anderen: Menschenleben gegen Valuten, Schmuck, Lastwagen und weitere Waren. Zwölf Jahre und einen Justizirrtum später wurde Kasztner von einer Bande jüdischer Extremisten in Israel ermordet. Bis heute ist Rezsõ Kasztner eine ambivalente Figur – von den einen als Verräter gehasst und von vielen anderen als Held verehrt.
Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, der Hunderte - möglicherweise sogar Tausende – vor dem Holocaust gerettet hat. Es berichtet zugleich vom Schicksal eines Kindes, das dank Kasztners Handeln den Holocaust überlebte. In einem fesselnden Nebeneinander aus Geschichte und Erinnerung folgt das Buch Kasztners Weg von seinen Verhandlungen mit den Nazis bis zu dem umstrittenen Prozess in Israel und seiner Ermordung.