Die deutschen Juden haben bis zur Shoah immer wieder versucht, sich in die deutsche Gesellschaft einzubringen, u.a. durch konzeptionelle Beiträge zu einem breiten Spektrum gesellschaftspolitischer Themen. Die Mehrheitsgesellschaft aber hat diesem Teil der deutschsprachigen Literatur den Zugang zum kulturellen Gedächtnis verwehrt. Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung und das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen haben jetzt den deutsch-jüdischen Diskurs des 19. Jahrhunderts aufgearbeitet. Ihre Analyse zeigt, wie intensiv sich deutsche Juden gegen die Fundamentalismen ihrer Zeit gewandt und diesen ihre eigenen Visionen einer gerechten Gesellschaft entgegengesetzt haben. Ihre Perspektiven auf Geschichte und Zeitgeschichte bieten neue, herausfordernde Einsichten für die Geschichts- und Kulturwissenschaften. Links: http://www.deutsch-juedische-publizistik.deProf. Dr. Michael BrockeMichael Brocke ist Direktor des Salomon Ludwig Steinheim Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. > Publikationen bei Böhlau anzeigenDr. Margarete JägerMargarete Jäger ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. Prof. Dr. Siegfried JägerSiegfried Jäger ist Leiter des Dusiburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. Dr. Jobst PaulDer Philologe und Kulturwissenschaftler Jobst Paul ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. > Publikationen bei Böhlau anzeigen Iris TonksIris Tonks ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. PressespiegelDem Band gebührt ein wichtiger Platz nicht nur in der Forschung zur deutsch-jüdischen Gerschichte, sondern auch in den gesellschaftstheoretischen Diskussionen um Aufklärung, Moderne und Gerechtigkeit. (Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts) Das Werk vermittelt auf höchstem Niveau neue Einsichten in interessante Facetten des Diskurses der deutsch-jüdischen Publizistik im 19. Jahrhundert [...] und zeigt den (verzweifelten) publizistischen Kampf der deutschen Juden um Anerkennung und Teilhabe am Diskurs sehr eindringlich. [...] Das Buch ist ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument und eine bestechende Analyse [...]. (rezensionen:kommunikation:medien) |