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Adel und Moderne

Adel und Moderne
Deutschland im europäischen Vergleich im 19. und 20. Jahrhundert


Herausgegeben von: Eckart Conze und Monika Wienfort


2004, VI, 354 S.
5 s/w-Abb. auf 4 Taf.
23 x 15.5 cm
Br.


Preis: € 45.00 [D]  |   € 47.00 [A]


978-3-412-18603-6
Lieferbar

 

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Adelsgeschichte erlebt derzeit einen Aufschwung und erfreut sich wachsenden Interesses. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei die Frage, wie eine traditionale Elite sich den Herausforderungen der Moderne stellte. Wie lässt sich dessen Geschichte beschreiben? Ist sie charakterisiert durch Abstieg und Bedeutungsverlust oder durch Beharrungskraft und "Obenbleiben"? Wie versuchte der Adel, sich unter ungünstiger werdenden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu behaupten? Vergleicht man Italien, Großbritannien, die Niederlande, Frankreich und Polen mit Deutschland, werden verschiedene Strategien des "Obenbleibens" sichtbar. Diese reichen von der politischen und beruflichen Annäherung an das Bürgertum hin zur verstärkten Hinwendung zu Landbesitz und ländlich-agrarischem Leben; von den Bemühungen um einen politischen Elitenstatus bis hin zu einer Selbststilisierung als Hüter der Nation oder des nationalen Kulturerbes.
Thematisch schlägt der Band einen weiten Bogen. Er behandelt das karitative Engagement adeliger Frauen ebenso wie Ausformungen adeliger Männlichkeit. Außerdem untersucht er die Rolle, die der Adel in der SA oder in den Gesellschaftsvorstellungen der SS spielte. In europäisch vergleichender und interdisziplinärer Perspektive stellt das Buch eine Standortbestimmung der historischen Adelsforschung dar.