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Das Wunschkonzert im NS-Rundfunk

Band 20

Hans-Jörg Koch
Das Wunschkonzert im NS-Rundfunk


2003, XI, 402 S.
4 s/w-Abb auf 4 Taf.
23 x 15.5 cm
Br.


Preis: € 55.00 [D]  |   € 57.00 [A]


978-3-412-10903-5
Lieferbar

 

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Auch mehr als sechs Jahrzehnte nach ihrem Entstehen haben Schlager wie "Kann denn Liebe Sünde sein" nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Vergessen ist aber weitgehend der geschichtliche Hintergrund, vor dem diese Evergreens entstanden sind. Im Nationalsozialismus kam gerade der anspruchslos-heiteren Musik eine besondere Bedeutung zu, vor allem ab dem September 1939 wurde die Unterhaltungsmusik als Ablenkungs- und Entspannungsmittel zum Kriegsalltag gezielt eingesetzt. Diese Musik, die für Propagandaminister Goebbels "genau so wichtig wie Kanonen und Gewehre" war, bildete fortan über das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" des "Großdeutschen Rundfunks" eine Brücke zwischen den Soldaten an der Front und deren Angehörigen in der Heimat. Das Buch widmet sich dem Rundfunk als neuem Medium, das die Nationalsozialisten geschickt für ihre Propaganda einzusetzen verstanden, den Komponisten, Textern und Interpreten jener Schlager, die ihre Karriere bis in die Gegenwart fortsetzen konnten, und ausgewählten Liedbeispielen wie "Lili Marlen" oder so optimistischen Schlagern wie "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn".