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Triumph des Dichters

Band 4

Albert Schirrmeister
Triumph des Dichters
Gekrönte Intellektuelle im 16. Jahrhundert



2003, VII, 319 S.
19 s/w-Abb. auf 16 Taf.
23 x 15.5 cm
Br.


Preis: € 34.90 [D]  |   € 35.90 [A] (Unverbindliche Preisempfehlung)


978-3-412-09703-5
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1487 wird auf der Nürnberger Burg Conrad Celtis durch Friedrich III. zum kaiserlich gekrönten Dichter. 1555 ist die Dichterkrönung des Nikolaus Mameranus eine der letzten Amtshandlungen Kaiser Karls V. Diese beiden Daten markieren die zeitlichen Grenzen der vorliegenden Arbeit, die ihr Zentrum in der Zeit Maximilians I. zwischen 1493 und 1519 findet. Es ist die Zeit, in der lateinisch schreibende Dichter versuchten, mit dem Titel eines Poeta laureatus caesareus ihre soziale Position und ihre kulturelle Identität zu definieren. Dieser "Lorbeer des Dichters" verschränkt seit Petrarcas selbst inszenierter Krönung Elemente eines universitäten Diploms mit Verweisen auf antike Traditionen. Die poetae laureati als mit Insignien ausgezeichnete Künstler der sprachlich vermittelten Herrschaft erhalten in der Frühen Neuzeit eine Schlüsselposition, aus der sie neue und spezifische Praktiken und kollektive Repräsentationen entwickeln. Ausgehend von der Hypothese, daß sich die Identität der Humanisten in den Praktiken der poetae laureati manifestiert, werden diese unter Rückgriff auf die theoretischen Konzepte Pierre Bourdieus und Roger Chartiers untersucht.