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Stadt und Gesellschaft
Herausgegeben von: LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
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Linz am Rhein

Band 2

Hermann Burghard, Cordula Kapser
Linz am Rhein
Die Geschichte der Stadt von der Frühzeit bis zur Gegenwart



2002, XVI, 504 S.
mit 34 farb. und 174 s/w-Abb., 1 farb. Falttaf., 2 farb. Karten auf Vorsatz, 1 farb. Karte in Rückent.
24 x 17 cm
Gb.


Preis: € 24.90 [D]  |   € 25.60 [A] (Unverbindliche Preisempfehlung)


978-3-412-06602-4
Vergriffen

 

 

Linz gehörte von 1250 bis zum Ende des Alten Reiches zum Erzstift/Kurfürstentum Köln. Seit dem 14.Jahrhundert förderten die Erzbischöfe den strategisch günstig gelegenen Ort im Süden ihres Territoriums, beginnend um 1320 mit der Stadterhebung und -befestigung. Sitz einer landesherrlichen Burg und Zollstätte wurde die Stadt 1365. Vom 14. Jahrhundert an entwickelte sich in Linz auch ein reges Gewerbeleben. Bedeutend war der Weinbau, der bereits im 9. Jahrhundert für die Gegend bezeugt ist. Neben Wein waren Tuche, Eisenwaren und Walkerde die wichtigsten Ausfuhrgüter der Stadt. Politische Bedeutung gewann Linz seit dem späten 15. Jahrhundert als Haupt der "Linzer Union", eines Verteidigungsbündnisses kleiner mittelrheinischer Städte und Orte.
Nach dem Ende des Alten Reiches konnten der Verlust zentralörtlicher Funktionen und der Zollstätte sowie der Rückgang des Weinbaus erst durch den ab Ende des 19. Jahrhunderts industriell betriebenen Basaltabbau aufgefangen werden. Seit dem 19.Jahrhundert profitiert Linz vom Tourismus und ist heute mit der historischen Altstadt einer der beliebtesten und meist besuchten Orte am romantischen Mittelrhein.