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Rheinisches Archiv
Herausgegeben von: Manfred Groten und Claudia Wich-Reif
Direktlink:
http://www.boehlau-verlag.com/Rheinisches_Archiv.htm
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Xanten im späten Mittelalter

Band 150

Heike Hawicks
Xanten im späten Mittelalter
Stift und Stadt im Spannungsfeld zwischen Köln und Kleve



2007, XVII, 669 S.
36 s/w-Abb. im Text und 31 s/w-Abb. auf 16 Taf., 1 farbiges Frontispiz
23 x 15.5 cm
Gb.


Preis: € 55.00 [D]  |   € 57.00 [A]


978-3-412-02906-7
Lieferbar

 

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Xanten geriet im späten Mittelalter in das Blickfeld zweier zunehmend miteinander konkurrierender Mächte: der Erzbischöfe von Köln und der Grafen, später Herzöge von Kleve. So erhob der Kölner Erzbischof im Jahre 1228 Xanten zur Stadt. Die Grafen von Kleve wiederum hatten schon vor der Stadterhebung die Vogtei über das bedeutende Kanonikerstift St. Viktor inne, das durch seinen Grundbesitz und als Sitz des Archidiakons für die Entwicklung des Ortes von entscheidender Bedeutung war. Stift und Stadt lagen somit in beider Interessensphären, so dass die Situation Xantens teilweise einer Zerreißprobe gleichkam. Neben diesen machtpolitischen Auseinandersetzungen wurde die Geschichte Xantens durch den gotischen Kirchbau geprägt. Die Grundsteinlegung fand unter Propst Friedrich von Hochstaden, dem Bruder des Kölner Erzbischofs, im Jahre 1263 statt. Ist hier durchaus ein Wetteifern mit dem Kölner Dombauprojekt zu erkennen, so konnte der Xantener Bau im Gegensatz zu diesem noch zu Beginn des 16. Jahrhunderts vollendet werden. Die reichhaltige Überlieferung spiegelt die enormen Anstrengungen wider, welche zur Fertigstellung der Stiftskirche notwendig waren. Einzelne Förderer oder Stifter treten in Erscheinung und lassen vornehmlich im Bereich der Führungsschichten auch das städtische Leben lebendig werden. Die Xantener Bevölkerung erlebte im späten Mittelalter Hungersnöte, Pestepidemien und Überschwemmungen; im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie zudem mehrfach durch kriegerische Ereignisse in Mitleidenschaft gezogen.