Michael Gehlers Buch bietet eine gut lesbare deutsche Nachkriegsgeschichte. Der Band bietet eine Gesamtbetrachtung der drei deutschen Republiken: der alten Bundesrepublik Deutschland (BRD) von 1949-1990, der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie der Berliner Republik seit der Einigung Deutschlands. Dabei werden innen- und außenpolitische sowie gesellschafts- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte vergleichend behandelt.
Der Autor betrachtet die beiden deutschen Staaten nicht von einem westlichen oder einem östlichen, sondern von einem Standpunkt "dazwischen" und präsentiert in diesem Buch weder eine Erfolgs- und Siegergeschichte der BRD, noch eine Misserfolgs- und Verlierergeschichte der DDR. Es gab positive und negative Erscheinungen in beiden deutschen Staaten und weit mehr Gemeinsamkeiten in Mentalität und Struktur, die zwar die Teilung beförderten, letztlich aber auch zur Einigung führten. Auch der Position des neuen Deutschlands in Europa und der Welt wird in dem Buch ein großer Abschnitt gewidmet.
PressespiegelDen Leser von Gehlers deutscher Nachkriegsgeschichte erwarten gründliche Analysen, wobei trotz Konzentration auf das Wesentliche wirkmächtige Details, aussagekräftige Szenen und viele Anekdoten ihren Platz finden und die Lektüre nicht nur zu Erkenntnisgewinn führen, sondern geradezu zu einem Genuss werden lassen.
(Dolomiten)
Gehler [hat] eine provokante Arbeit vorgelegt, an der man sich vortrefflich reiben kann.
(Archiv für Sozialgeschichte)
[S]ehr lesenswert, weil es originelle Ansätze bietet, die woanders so nicht anzutreffen sind.
(Neue Zürcher Zeitung)
Michael Gehler bringt eine seltene österreichische, neutrale historiografische Stimme ein, und die ist etwas frech gegenüber den gängigen deutschen in West und Ost.
(Rheinischer Merkur)