Mit dem Übergang Armeniens und Aserbaidschans in die Selbstständigkeit ab 1991 entbrannte ein dreijähriger Krieg um das zu Aserbaidschan gehörige autonome Gebiet Bergkarabach. Dieser Krieg brachte ein de facto unabhängiges Gebiet Bergkarabach sowie die Besetzung weiterer Landesteile Aserbaidschans. Der nach wie vor offene Konflikt um Bergkarabach wird gerne isoliert, d. h. ohne Bezug zu den Sezessionskonflikten in Georgien beurteilt. Doch es gibt, wie der kurze Krieg in Georgien im Sommer 2008 deutlich machte, einen politisch-strategischen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen. Namhafte Experten befassen sich in diesem Band mit den Ursachen des Konflikts, den Interessen der großen Mächte im Kaukasus und mit den Perspektiven einer Konfliktlösung.
Erich ReiterErich Reiter ist Honorarprofessor für Internationale Wirtschafts- und Sozialbeziehungen an der Universität Graz. Langjähriger Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für politische Soziologie. > Publikationen bei Böhlau anzeigen PressespiegelDas Buch erklärt detailliert Hintergründe, den aktuellen Stand der Vermittlungsversuche und benennt die Interessen der Regionalmächte. (Die Presse / Das Buch) Über Ursachen und Auswirkungen des Konflikts und welche Interessen die Großmächte im Kaukasus verfolgen, darüber spricht Andrea Hauer mit Erich Reiter. (ORF Radio - Ö1 / Von Tag zu Tag) |