Detailansicht Reihentitel aus dem Fachbereich Geschichte


Drucken



„Berufsstand" oder „Stand"?

Band 113

Erika Kustatscher
„Berufsstand" oder „Stand"?
Ein politischer Schlüsselbegriff im Österreich der Zwischenkriegszeit



2016, 676 S.
24 x 17 cm
Gb.


Preis: € 70.00


978-3-205-20341-4
Lieferbar

 

Artikel in die Merkliste  auf die Merkliste    Artikel in den Warenkorb  in den Warenkorb

 

Die Studie legt am Beispiel Österreichs in den Jahren 1933–1938 bisher nicht beachtete Aspekte des Ständediskurses der Zwischenkriegszeit frei. Den Anstoß gab das Befremden über die Diskrepanz zwischen dem großen Aufwand bei der Errichtung der berufsständischen Ordnung und dem sehr bescheidenen Ergebnis. Während in der geltenden Meistererzählung die autoritären Züge des Systems alles andere überlagern und dazu führen, die Rolle der Vertreter des Ständestaats als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus zu unterschätzen, zeigt die Analyse des Denkens konservativer Zeitgenossen, dass der Beruf, den ein Mensch ausübt, diesen nicht ausmachen kann. Zugrunde liegt ein Politikverständnis, das nicht äußerlich Messbares, sondern menschliche Grundbefindlichkeiten in den Blick nimmt.